Fliegen ohne Sicht? DRF-Luftrettung setzt auf Pilotprojekt

Bislang dürfen Rettungshubschrauber in Deutschland bei schlechter Witterung nicht starten - das will die DRF Luftrettung ändern, und zwar mithilfe satellitengestützter Navigation. In einem Pilotprojekt soll die sogenannte Point in Space-Technik (PinS) in zwei Hubschraubern genutzt werden. Diese würde einen Rettungseinsatz via Instrumentenflug bei schlechter Sicht ermöglichen. Das Uniklinikum Regensburg soll Teil des Projektes werden. Für den Standort Rendsburg (Schleswig-Holstein) läuft laut DRF bereits das Genehmigungsverfahren.
| dpa
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Ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung steht am Flughafen Hannover-Langenhagen.
Ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung steht am Flughafen Hannover-Langenhagen. © Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild
Regensburg

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) unterstützt nach eigenen Worten die Initiative der DRF. Der Minister informierte sich am Dienstag am Uniklinikum Regensburg über das Projekt. Allerdings könne er nicht alleine entscheiden, sagte Scheuer. Für den Bereich der Flugsicherung etwa sei zwar das Bundesverkehrsministerium zuständig, es müsste aber unter anderem auch das bayerische Innenministerium einbezogen werden. Hier stehe man bereits in Kontakt.

Der in Regensburg stationierte Hubschrauber könnte bereits nach PinS fliegen, sagte der DRF-Vorstandsvorsitzende, Krystian Pracz. Das Projekt müsse lediglich genehmigt werden. Bernhard Graf, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, verwies auf die Statistik, nach der innerhalb eines Jahres knapp 90 Rettungsflüge witterungsbedingt abgelehnt hätten werden müssen. Etwa 50 Prozent davon hätten mit PinS demnach dennoch geflogen werden können.

© dpa-infocom, dpa:210817-99-871868/3

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