Ferienstart in Bayern: Flughäfen erwarten viel Betrieb

Als letztes Bundesland startet Bayern am Freitag in die Schulsommerferien. An den Flughäfen des Freistaats wird trotz Corona reger Betrieb erwartet. Der ADAC warnt vor Stau auf den Autobahnen in die Urlaubsgebiete.
| dpa
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"Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild an einem Flughafen.
"Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild an einem Flughafen. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
München

In Bayern beginnen am Freitag die Sommerferien - und damit die wichtigste Reisezeit des Jahres. Die Betreiber der drei internationalen Flughäfen im Freistaat erwarten tausende Passagiere, die in den nächsten Tagen per Flieger in den Sommerurlaub starten. Allerdings dürfte sich hier die Corona-Pandemie bemerkbar machen. An Bayerns größtem Flughafen München rechne man am ersten Ferienwochenende mit etwa halb so vielen Fluggästen wie zum Ferienstart 2019, sagte ein Sprecher. Am Samstag würden am Airport München 561 Flugzeuge starten - das sei ein Spitzenwert der gesamten Ferienzeit.

Manche Ziele seien selbst in dieser Zeit ein Renner, sagte der Flughafensprecher: Nach Palma de Mallorca starte an diesem Wochenende von München aus ein Airbus A350. Dieses Flugzeug mit rund 300 Sitzplätzen werde normalerweise für Langstrecken eingesetzt. "Stattdessen hätten auch drei kleine Maschinen nach Mallorca fliegen können", sagte der Sprecher. Weitere beliebte Reiseländer neben Spanien seien in diesem Sommer Griechenland, Italien, die Türkei und Portugal.

Am Flughafen Nürnberg kalkuliert man an den ersten drei Tagen der Ferien mit gut 19.000 Fluggästen, sagte ein Sprecher. 2019 seien es im selben Zeitraum knapp 45.000 gewesen. Zu den beliebtesten Flugzielen ab Nürnberg zählten Antalya, Mallorca, Istanbul, Izmir und Heraklion auf Kreta, heißt es in einer Mitteilung.

Der Allgäu Airport bei Memmingen rechnet mit knapp 16.000 Passagieren zwischen Freitag und Sonntag - nur geringfügig weniger als zum Start der Sommerferien 2019. Am häufigsten ab Memmingen angeflogen würden derzeit Palma de Mallorca, die bulgarische Hauptstadt Sofia und Pristina, Hauptstadt des Kosovo. "Sehr beliebt ist auch Italien, zum Beisiel Sizilien mit Catania und Palermo", sagte eine Sprecherin des Flughafens. Das liege vermutlich auch daran, dass Italien derzeit weder als Risiko- noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft werde.

Aufgrund der Corona-Pandemie verzichten aber auch viele Familien auf Flugreisen und starten stattdessen mit dem Auto in den Urlaub. Der ADAC rechnet an diesem Wochenende im ganzen Bundesgebiet mit Stau. Insbesondere auf den Zufahrtsstraßen zu Küsten- und Bergregionen sowie auf den Routen in beliebte Urlaubsländer wie Österreich, Italien, Frankreich und Kroatien könne es beschwerlich werden, prognostiziert der Automobilclub. Auch der Aufenthalt an den Grenzen könne in manchen Ländern bei der Ein- und Ausreise mehrere Stunden dauern.

© dpa-infocom, dpa:210730-99-611063/2

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