Feiertage: Städte- und Gemeindebund zweifelt an Lockerungen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zweifelt wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen an den geplanten Lockerungen von Kontaktbeschränkungen über die Feiertage. "Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind. Sie werden unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten führen und stellen damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar. Daher sollte man abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten anderthalb Wochen entwickeln", sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post" (Montag).
| dpa
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Am Sonntag hatte Bayern seinen Kurs zur Kontaktbeschränkung deutlich verschärft. Lockerungen für die Weihnachtsfeiertage wurden auf den Zeitraum vom 23. bis 26. Dezember begrenzt, die für Silvester geplanten Lockerungen wurden gekippt. Der Präsenzunterricht für ältere Schüler wird ab kommenden Mittwoch eingeschränkt. Ferner sollen ab Mittwoch landesweit strengere Ausgangsbeschränkungen und in Hotspots mit einer Inzidenz ab 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auch zwischen 21.00 und 05.00 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

"Ob Ausgangsbeschränkungen für bestimmte Nachtzeiten ein wirksames Mittel sind, muss sich erst zeigen", sagte Landsberg. Er verwies darauf, dass auch in Bayern eine flächendeckende Kontrolle kaum möglich sein werde. Die anderen Maßnahmen hält Landsberg für sinnvoll. Da in einigen Bundesländern, wie etwa in Bayern, die Hotspots zunähmen, sei es nachvollziehbar, dass die bayerische Staatsregierung die einschränkenden Maßnahmen verschärfe. "Wechselunterricht in den Schulen, eine verstärkte Maskenpflicht und Besuchsvorschriften für Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie das Vorschreiben von FFP2-Masken können dazu beitragen, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren."

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