FC Nürnberg triumphiert mit 1:0 über Wolfsburg

Gegen den VfL Wolfsburg hat der 1. FC Nürnberg im Heimspiel einen 1:0-Sieg davongetragen. Damit beendete der Verein seine Negativserie.
von  dapd
Der Nürnberger Timo Gebhart (r.) nimmt den Ball vor dem Wolfsburger Fagner mit der Brust an.
Der Nürnberger Timo Gebhart (r.) nimmt den Ball vor dem Wolfsburger Fagner mit der Brust an. © dpa

Nürnberg - Lorenz-Günther Köstner hat im Kampf um einen dauerhaften Posten als Cheftrainer beim VfL Wolfsburg einen Rückschlag erlitten. Der Interimscoach verlor mit den Niedersachsen in einer bis zuletzt spannenden Partie mit 0:1 (0:0) beim 1. FC Nürnberg. Das späte Tor des Tages schoss Timo Gebhart (76.). Nach zwei Siegen war es die erste Niederlage des VfL, seitdem Köstner vor einer Woche das Amt von Felix Magath übernommen hat. Nürnberg feierte dagegen den ersten Dreier seit sechs Spielen und den ersten Treffer nach 453 torlosen Minuten.

Im Vorfeld war viel von einem Kellerduell gesprochen wurden. Zunächst wirkte die Partie aber keinesfalls wie das Kräftemessen zweier Abstiegskandidaten. Beide Mannschaften begannen vor 37.586 Zuschauern läuferisch stark, störten den Gegner früh und suchten ihr Heil in der Offensive. So kam es schon früh zu guten Einschussmöglichkeiten, wobei die Nürnberger sich ein klares Chancenplus erarbeiteten. Der zuletzt viel gescholtene Tomas Pekhart scheiterte aber sowohl mit einem Schuss vom Strafraumeck (6.) als auch aus kürzester Distanz (12.).

Köstner versuchte es erneut mit Kontinuität und vertraute der gleichen Startelf, die in der Bundesliga Fortuna Düsseldorf (4:1) und im DFB-Pokal den FSV Frankfurt (2:0) geschlagen hatte. Dieses Mal schien sein Erfolgsrezept jedoch zumindest gefährdet. Dem Gästeteam, das Nürnbergs Trainer Dieter Hecking als eine „Ansammlung vieler guter und teurer Spieler“ bezeichnet hatte, war die individuelle Klasse mit zunehmender Spieldauer immer seltener anzumerken. Diego, Bas Dost oder Ivica Olic konnten ihre zuletzt aufsteigende Form bis zur Pause nicht bestätigen.

Dabei hatten die Wolfsburger Glück, dass die Gastgeber ihre Angriffe nicht konsequenter zu Ende spielten. So verflachte die Partie und es sah vorerst nicht so aus, als ob Köstner im Ringen um einen dauerhaften Aufstieg zum Cheftrainer einen weiteren Erfolg feiern könnte. Vor der Partie hatte der 60-Jährige noch betont: „Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich so lange wie möglich weitermachen darf.“ Der Verein hat allerdings noch nicht entschieden, ob er weiterhin die Profis oder künftig wieder die Amateure betreuen soll.

Nach dem Seitenwechsel musste Köstner mit ansehen, wie seine Mannschaft erneut in die Defensive gedrängt wurde. Nürnberg verteidigte auch in Abwesenheit des gelb-gesperrten Javier Pinola, der durch Marvin Plattenhardt ersetzt wurde, souverän und erarbeitete sich weitere Chancen. Timmy Simons scheiterte allerdings mit einem Kopfball (55.) ebenso, wie der für Mike Frantz spielende Alexander Esswein (59.) und der eingewechselte Sebastian Polter (75.). Nur zwei Minuten später machte es Timo Gebhart besser. Der Mittelfeldspieler traf nach Flanke von Timothy Chandler zur Führung und beendete die 453-minütige Torflaute der Franken.