Falsche Microsoft-Mitarbeiter erbeuten 17.000 Euro

Erneut haben sich Telefonbetrüger als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben und eine 65 Jahre alte Frau um Geld betrogen. Mit "geschickter Gesprächsführung" überzeugte der Anrufer die Seniorin am Montag, ihm ihre Kontodaten zu geben, wie die Polizei in Kempten am Dienstag mitteilte. Zuvor habe er der Frau im Landkreis Ostallgäu erzählt, dass ihre Konten gehackt worden seien. Anschließend habe der Betrüger 17.000 Euro von einem der Konten erlangt. Bayernweit warnen Polizeidienststellen vor dem Vorgehen der Betrüger.
| dpa
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Eine unbekannte Nummer ist auf einem Telefon zu sehen.
Eine unbekannte Nummer ist auf einem Telefon zu sehen. © picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Kempten

Meist behaupten die Täter demnach in gebrochenem Englisch, der Computer des Angerufenen sei von einer Schadsoftware befallen. Um diese zu entfernen, benötige der angebliche Microsoft-Mitarbeiter Zugriff auf den Rechner. Die Täter erschleichen sich laut Polizei so einen Zugang zu allem, was auf dem Computer gespeichert ist, wie zum Beispiel zu persönlichen Daten, Bank- und Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zum Online-Banking. Nach Polizeierkenntnissen sitzen die Täter meist in ausländischen Call-Centern.

Allein im Aufgabengebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hätten Betrüger mit der "Mircosoft-Masche" in diesem Jahr in nun zehn Fällen bereits mehr als 26.000 Euro ergaunert.

© dpa-infocom, dpa:210720-99-446111/3

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