Fall aus Aschau: Wie aus einem Zeugen der mutmaßliche Mörder von Hanna wurde

Im Fall Hanna wurde zu Beginn der Ermittlungen ein Jogger gesucht, der als wichtiger Zeuge galt. Wie sich herausstellt, ist dieser nun Hauptverdächtiger und sitzt in U-Haft. Noch immer sucht die Polizei nach Zeugen.
| AZ/dpa
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Die Idylle trügt: Unterhalb der Burg Hohenaschau kam Hanna (li.) zu Tode und wurde zehn Kilometer die Prien hinabgetrieben.
Die Idylle trügt: Unterhalb der Burg Hohenaschau kam Hanna (li.) zu Tode und wurde zehn Kilometer die Prien hinabgetrieben. © Polizei, imago

Prien am Chiemsee - Der Verdächtige im Fall einer getöteten Studentin in Oberbayern wurde von der Polizei zunächst als Zeuge gesucht. Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich um einen Jogger, den die Polizei schon Ende Oktober im Zuge der Ermittlungen als Zeugen befragt hatte. Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich auf Anfrage am Donnerstag nicht zu den Berichten äußern.

Keine Details zum Tatverdächtigen

Nach Angaben der Polizei ist der Verdächtige zwischen 18 und 21 Jahre alt und sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler nannten auf Nachfrage keine weiteren Details zu dem jungen Mann. Die Polizei hatte den Jogger zunächst als Zeugen gesucht, weil er in der Tatnacht Anfang Oktober in der Nähe eines Clubs in Aschau (Landkreis Rosenheim) gesehen worden war. Dort war auch die 23-jährige Studentin Hanna kurz vor ihrem Tod gesehen worden. Später wurde ihre Leiche aus dem Fluss Prien geborgen.

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Festnahme am 18. November: Täter in Untersuchungshaft

Nach damaligen Angaben der Polizei erhielten die Ermittler bei der Befragung des Joggers keine weiteren sachdienlichen Hinweise zur Tat. Später erhärtete sich der Verdacht gegen den Mann aber so sehr, dass er am 18. November festgenommen wurde. Die Soko "Club" hatte zuvor intensiv nach dem Täter gefahndet und in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY..." bundesweit um Mithilfe von Zeugen gebeten.

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