Experte zu Würzburg: "Wir reden hier nicht von Einzelfällen"

Der Psychologe und Islamismusexperte Ahmad Mansour sieht nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg eine Gefahr weiterer ähnlicher Angriffe in Deutschland. "Wir reden hier nicht von Einzelfällen", sagte Mansour am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. Er sehe einen enormen Nachholbedarf hinsichtlich einer guten und gelungenen Integration in Deutschland: "Diese Gefahren sind nicht nur in Würzburg zu sehen, sondern wir haben diese Gefahren leider in Deutschland sehr verbreitet." Nur Integration könne Parallelgesellschaften und Radikalisierung präventiv verhindern.
| dpa
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Ahmad Mansour, Psychologe.
Ahmad Mansour, Psychologe. © Jörg Carstensen/dpa/Archivbild
München

In den vergangenen Jahren habe es eine neue Qualität von Terror gegeben, sagte Mansour: Es seien Fälle, bei denen die Menschen gar keinen Kontakt zu Terrororganisationen gehabt hätten und bei denen die Ideologie nicht so fest verankert in ihren Köpfen gewesen sei. "Sondern Labilität, gepaart mit ideologischen Zügen, vielleicht eine persönliche Krise - diese Mischung kann explosiv sein und kann dazu führen, dass diese Leute auch bereit wären, im Namen dieser Ideologie und Labilität andere Menschen zu verletzten.

© dpa-infocom, dpa:210629-99-184385/3

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