Experte Pater Zollner: "Wir müssen uns der Krise stellen"

Nach der Veröffentlichung des Briefes von Papst Franziskus an Kardinal Reinhard Marx sieht Missbrauchsexperte Pater Hans Zollner darin Botschaften an alle Bischöfe in der Welt. "Wir müssen uns der Krise stellen, ohne die Verbrechen der Vergangenheit zu verstecken", sagte Zollner der Deutschen Presse-Agentur. Die Botschaft sei auch, dies ohne Angst vor individuellen und institutionellen Konsequenzen zu tun. Es brauche den Mut, auch einen persönlichen Preis zu zahlen, auch wenn er darin bestehen sollte, Spannungen auszuhalten, für die man keine persönliche Verantwortung trage.
| dpa
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Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising.
Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising. © Matthias Balk/dpa
Rom

Zollner ist Mitglied der 2014 eingerichteten Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen. Mit dem Schreiben reagierte Papst Franziskus auf das Rücktrittsangebot Marx', der damit weiter Erzbischof von München und Freising bleibt. "Mach weiter, so wie Du es vorschlägst, aber als Erzbischof von München und Freising", hieß es darin.

Marx hatte sich in einem Brief vom 21. Mai an das Oberhaupt der katholischen Kirche gewandt und Franziskus gebeten, "seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen und über seine weitere Verwendung zu entscheiden", hieß es damals. Es gehe für ihn darum, Mitverantwortung für die Katastrophe des sexuellen Missbrauchs durch Amtsträger der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten zu tragen.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-937658/2

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