Ex-Minister Schmidt kandidiert nicht mehr für Bundestag

Der frühere Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wird nach mehr als 30 Jahren nicht mehr für den Bundestag kandidieren. Anders als geplant wird er nun nicht mehr als Direktkandidat in seinem Wahlkreis Fürth bei Nürnberg antreten. Das bestätigte seine Sprecherin am Donnerstag. Der 63-Jährige war Ende Mai zum Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina ernannt worden.
| dpa
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Christian Schmidt (CDU/CSU) spricht im Bundestag.
Christian Schmidt (CDU/CSU) spricht im Bundestag. © Jörg Carstensen/dpa/Archivbild
Fürth

Es bestehe die Gefahr, dass ein Bundestagsmandat unter dieser herausfordernden internationalen Aufgabe leiden könnte, begründete Schmidt diesen Schritt in einen Brief an seine Parteimitglieder in seinem Wahlkreis. "Somit habe ich mich nach schlaflosen Nächten und Respekt vor der Aufgabe dafür entschieden, als Parlamentarier mit Leib und Seele die Kandidatur zurückzugeben."

Die Entscheidung habe er nach intensiven Gesprächen unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Markus Söder getroffen, schrieb Schmidt weiter. Er bedaure den Rückzug von der Kandidatur und die späte Entscheidung, die seine Partei nun unter Zeitdruck bringe, eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten für den Wahlkreis zu finden.

Schmidt sitzt seit 1990 ohne Unterbrechung im Bundestag. Von 2005 bis 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, von 2014 bis 2018 Landwirtschaftsminister. Sein Bundestagsmandat wird er eigenen Angaben nach noch bis Oktober ausüben.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-935464/2

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