Evangelische Kirche rechnet mit großem Einnahmeverlust

Die evangelische Kirche in Bayern rechnet bis 2030 mit einem Einnahmeverlust von bis zu 30 Prozent gegenüber dem Niveau von 2019. Das sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses der Landessynode, Joachim Pietzcker, am Montag im unterfränkischen Geiselwind. Damals waren rund 960 Millionen Euro eingenommen worden.
| dpa
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Joachim Pietzcker, Vorsitzender des Finanzausschusses der Landessynode der evangelischen Kirche Bayern.
Joachim Pietzcker, Vorsitzender des Finanzausschusses der Landessynode der evangelischen Kirche Bayern. © Nicolas Armer/dpa/Archiv
Geiselwind

Angesichts dieser Entwicklung müsse überlegt werden, wie die Zukunft der evangelischen Landeskirche aussehen könnte. "Wir werden keinen Einstellungsstopp für theologisches Personal fordern", kündigte er an. Sparen sei allerdings wichtig. Die Corona-Krise hatte auch auf die Finanzen der evangelischen Kirche negative Auswirkungen.

Für 2021 rechnet die Landeskirche mit einem Minus von etwa 32 Millionen Euro, 2022 soll ein Überschuss von 35 Millionen Euro in den Büchern stehen. Haupteinnahmequelle seien weiter die Kirchensteuern in Höhe von 779 Millionen Euro - das seien 81 Prozent der geschätzten Gesamteinnahmen von 962 Millionen Euro. Für das kommende Jahr rechnet die Synode mit Ausgaben von 927 Millionen Euro.

Die Synode ist eines von vier leitenden Organen der bayerischen Landeskirche. Sie wird für die Dauer von sechs Jahren gewählt und besitzt weitreichende Befugnisse, entscheidet über den Haushalt der Landeskirche, beschließt Gesetze und wählt den Landesbischof. Die Herbstsynode tagt noch bis Donnerstag. In Bayern gibt es rund 2,3 Millionen evangelischen Christen.

© dpa-infocom, dpa:211122-99-98178/3

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