Erstmals Bartgeier in Deutschland ausgewildert

Zum ersten Mal seit über 140 Jahren leben in Deutschland wieder Bartgeier in freier Wildbahn. Zwei Jungvögel wurden am Donnerstag im Rahmen eines europaweiten Wiederansiedlungsprojektes im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. "Das ist ein historisches Ereignis. Wir bringen den Bartgeier zurück in einen Lebensraum, wo er hingehört", betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler).
| dpa
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Das Bartgeierweibchen „Wally“ (l) und „Bavaria“ (r) werden vor ihrem Transport gezeigt.
Das Bartgeierweibchen „Wally“ (l) und „Bavaria“ (r) werden vor ihrem Transport gezeigt. © Peter Kneffel/dpa
Ramsau bei Berchtesgaden

Darüber hinaus kommt den bayerischen Geiern eine wichtige Funktion zu: "Wir schließen damit eine Lücke in der Verbreitung", erläuterte der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz, Norbert Schäffer. Ziel sei - in ferner Zukunft - eine durchgehende Verbindung der Populationen von Marokko über Italien, den Balkan und die Türkei bis nach Zentralasien.

In den Westalpen wurde der Bartgeier inzwischen wieder recht erfolgreich angesiedelt, nachdem der mit einer Spannweite von bis zu 2,90 Metern größte Brutvogel der Alpen vom Menschen ausgerottet worden war. Im Nationalpark Berchtesgaden sollen in den nächsten rund zehn Jahren jährlich zwei bis drei Vögel ausgewildert werden. Kostenpunkt: rund eine Dreiviertelmillion Euro.

Die Erfahrung zeigt, dass sich viele Tiere nach ihrer Vagabundenzeit ein Revier in der Nähe ihrer Freilassungsnische suchen. Die beiden jetzt in die Wildnis entlassenen Weibchen können in den nächsten Wochen unter www .lby.de/bartgeier-webcam beim Flüggewerden beobachtet werden.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-940150/2

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