Erste Bio-Müllbeutel in Supermärkten

Kompostierbare Beutel für Obst und Gemüse gibt es ab sofort in vier Supermärkten im niederbayerischen Straubing. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gab am Montag den Startschuss für dieses den Angaben nach deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt. Die Beutel bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke und sind biologisch abbaubar. Bislang seien in den vier Supermärkten neben Papiertüten auch Polyethylen-Beutel für Obst und Gemüse verwendet worden.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Straubing

In einer sechsmonatigen Testphase soll erforscht werden, wie groß die Akzeptanz der Beutel bei den Verbrauchern ist und ob die Menschen die Bio-Beutel beispielsweise auch zur Entsorgung ihres Bioabfalls in ihrer Biotonne nutzen, wie das Ministerium mitteilte.

Die Markteinführung der Bio-Beutel sei Teil der bayerischen Bioökonomiestrategie, sagte Aiwanger. Diesem Projekt sollen fast 50 weitere Maßnahmen folgen. Insgesamt kamen in Deutschland den Angaben nach im Jahr 2019 mehr als 1,7 Milliarden herkömmliche, erdölbasierte Kunststofftragetaschen in den Verkehr. Für die Produktion eines halben Kilos Polyethylen benötigt man rund ein Liter Erdöl.

Das Modellprojekt findet unter der Federführung des Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Energie-Netzwerkes (CARMEN) des Freistaates Bayern statt. CARMEN ist in Straubing auf dem Gelände des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe angesiedelt, auf dem sich auch der Biotechnologie-Campus der Technischen Universität München (TUM) befindet.

© dpa-infocom, dpa:210315-99-832936/2

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen