Erneut viele Unfälle auf glatten Straßen in Bayern

Fast ganz Bayern ist verschneit, die Winterdienste haben viel zu tun. Doch mancherorts scheinen sie kaum hinterher zu kommen. Wieder gab es vor allem in Südbayern viele Unfälle - einer endete tödlich.
| dpa
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Polizei und Feuerwehr stehen nach einem schweren Unfall auf der A95 hinter einem verunglückten PKW.
Polizei und Feuerwehr stehen nach einem schweren Unfall auf der A95 hinter einem verunglückten PKW. © Dominik Bartl/dpa
München

Räumfahrzeuge pflügen durch das dichte Schneetreiben und versuchen, die Glättegefahr auf den Straßen zu bannen. Dennoch geraten viele Autofahrer ins Schleudern: Der Winter hat vor allem Bayerns Süden voll im Griff.

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 95 in Oberbayern kamen am Montag zwei junge Menschen ums Leben. Ihr Auto wurde bei Antdorf (Landkreis Weilheim-Schongau) 25 Meter weit durch die Luft geschleudert und landete in einer Baumgruppe. Der 23-jährige Fahrer und die 20 Jahre alte Beifahrerin starben. Ob der Unfall durch Glätte verursacht wurde, ist nach Polizeiangaben noch unklar.

Ansonsten registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim zwischen Montagnachmittag und Dienstagmorgen in seinem Gebiet knapp 70 Verkehrsunfälle mit neun Verletzten, wie ein Sprecher sagte. In München kam es nach Angaben einer Polizeisprecherin zwischen Montagnachmittag und Dienstagvormittag zu 165 Unfällen. Meist blieb es bei Blechschäden, einige Personen verletzten sich leicht. Die Feuerwehr in der Landeshauptstadt berichtete von liegengebliebenen Bussen und Trambahnen.

Im Landkreis Aichach-Friedberg bei Augsburg kamen am Montagnachmittag gleich zwei Linienbusse von der Straße ab. Der eine rutschte bei Merching aus einem Kreisverkehr in den Straßengraben. Im Bus saß nur der 32-jährige Fahrer, er blieb unverletzt. In Dasing schlitterte ein Omnibus in Gartenzaun und Gartenmauer eines Wohnhauses. Auch hier gab es keine Verletzten.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten dagegen berichtet von nur 19 Verkehrsunfällen am Dienstagmorgen - eine angesichts der Wetterverhältnisse ungewöhnlich niedrige Zahl. Lediglich in drei Fällen wurden den Angaben zufolge Menschen leicht verletzt. "Es hat ja in den letzten Tagen und Wochen immer wieder geschneit", sagte ein Polizeisprecher. "Die meisten Autofahrer haben sich inzwischen daran gewöhnt."

© dpa-infocom, dpa:210126-99-173367/2

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