Ermittlungen wegen möglicher illegaler Schule in Erlangen

Eine möglicherweise illegale Schule im mittelfränkischen Erlangen hat die Behörden auf den Plan gerufen. Es gebe Hinweise auf eine mögliche nicht genehmigte Unterrichtseinrichtung, teilte die Regierung von Mittelfranken auf Anfrage mit.
| AZ/dpa
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Ein Mädchen auf dem Schulweg (Symbolbild)
Ein Mädchen auf dem Schulweg (Symbolbild) © dpa/Robin Utrecht

Erlangen - Das staatliche Schulamt sei gebeten, den Sachverhalt aufzuklären. "Das Ergebnis dieser Ermittlungen bleibt abzuwarten, so zum Beispiel auch ob schulpflichtige Kinder vor Ort angetroffen werden", hieß es.

Elterngruppe soll alternative Schule betreiben 

Die "Nürnberger Nachrichten" und die "Nürnberger Zeitung" hatten zuvor berichtet, dass eine Gruppe von Eltern anscheinend seit Wochen eine Art alternative Schule auf einem Anwesen bei Erlangen-Eltersdorf betreibe. Demnach sollen teilweise mehr als 30 Kinder dort während der eigentlichen Schulzeit unterrichtet werden.

Schulbetrieb samt Unterricht nicht genehmigt

Den Betrieb einer privaten Schule hätte die Regierung von Mittelfranken als zuständige Schulaufsichtsbehörde allerdings genehmigen müssen. "Eine derartige Genehmigung liegt für die angegebene Örtlichkeit in Erlangen nicht vor und wurde auch nicht beantragt", teilte diese mit.

Erst im September war eine illegale Schule in Oberbayern geschlossen worden, die eine verbeamtete Lehrerin geleitet hatte. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatte die Regierung von Oberbayern den Betrieb untersagt. Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz sah bei den Verantwortlichen klare Bezüge zur Reichsbürger-Szene.

 

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