Ermittlungen gegen Zahnarzt nach umstrittener Impfaktion

Nach einer Impfaktion für seine Mitarbeiter wird gegen einen Zahnarzt aus dem nördlichen Oberbayern wegen Nötigung ermittelt. Ein entsprechendes Verfahren gegen den Mann sei eingeleitet worden, sagte die Ingolstädter Oberstaatsanwältin Andrea Grape am Mittwoch. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.
| dpa
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Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten.
Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. © Christian Charisius/dpa/Symbolbild
Ingolstadt

Der Zahnarzt hatte für sein gesamtes Praxisteam am zweiten Januarwochenende einen Impftermin organisiert und die Belegschaft zur Teilnahme gedrängt. Nach einem damaligen Bericht des "Donaukuriers" hatten die Mitarbeiter die folgende Mitteilung bekommen: "Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt."

Der Mediziner sagte der Zeitung, dass diese Mitteilung zwar nicht glücklich formuliert gewesen sei, er aber weiter hinter der Aktion stehe. Später wollte er keine Stellungnahme mehr abgeben. Auch am Mittwoch war keine Erklärung von ihm zu den Ermittlungen zu bekommen.

Wegen der Impfaktion gab es einen Shitstorm im Internet gegen den Arzt. Die Inhalte der Praxis-Internetseite sind seitdem fast vollständig verschwunden. Auch eine zuvor noch aktive Facebook-Seite wurde abgeschaltet.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-192901/2

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