Ermittlungen: Fälschung von Impfnachweisen unter Schülern

Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt wegen der möglichen Fälschung von Impfnachweisen unter Schülern einer Berufsschule. Es gebe einen anonymen Hinweis, dass Schüler Corona-Impfzertifikate manipuliert hätten, sagte ein Sprecher am Freitag. Noch werde gegen unbekannt ermittelt. "Wir sind am Anfang der Ermittlungen."
| dpa
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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife. © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild
Regensburg

Dem Hinweis zufolge sollen am Impfpass einer geimpften Person die Heftklammern gelöst, die Doppelseite mit den Covid-19-Impfungen herausgetrennt und in den Impfpass einer nicht geimpften Person eingefügt worden sein. Diese könne sich mit diesem Impfpass in einer Apotheke ein falsches digitales Zertifikat und einen Impfnachweis in der Covid-App oder der Corona-Warn-App verschaffen.

Die Polizei warnt vor dieser Vorgehensweise und riet Eltern, das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen. Das Fälschen beziehungsweise Verwenden von falschen Impfnachweisen sei kein Kavaliersdelikt. Strafbar mache sich nicht nur, wer einen Impfnachweis für sich fälsche oder verwende, sondern auch derjenige, der ihn hierbei unterstütze - etwa indem er seinen Impfpass zur Verfügung stelle.

In dem Fall gehe es um den Verdacht der Urkundenfälschung beziehungsweise des Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse. Die Strafandrohung hierfür liegt bei bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Auch die Staatsanwaltschaft Regensburg betonte, derartige Delikte könnten nicht der Bagatellkriminalität zugeordnet werden. "Die Täter werden vielmehr konsequent und mit Nachdruck verfolgt", sagte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Markus Pfaller.

© dpa-infocom, dpa:211029-99-790892/2

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