Entscheidungen im Streit um Corona-Pflegebonus erwartet

Das Verwaltungsgericht München will heute über mehrere Klagen im Zusammenhang mit dem Corona-Bonus für Pflegekräfte entscheiden. Geklagt haben unter anderem Pfleger in ambulanten Einrichtungen und eine Haushälterin in einem Altenheim, die jeweils leer ausgingen. Die Kammer will anhand dieser Fälle die konkrete Förderpraxis aufklären. Bei den Klagen zweier Mitarbeiter eines ambulanten Dialysezentrums ließ das Gericht nach der mündlichen Verhandlung erkennen, in Richtung Ablehnung zu tendieren. Insgesamt gingen an den Verwaltungsgerichten im Freistaat mehr als 1000 solcher Klagen ein.
| dpa
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München

Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums gingen bis zum Ende der Antragsfrist am 30. Juni insgesamt 351 428 Anträge auf den bis zu 500 Euro betragenden Bonus beim Landesamt für Pflege ein. Von diesen Anträgen wurden 12 293 storniert - zum Beispiel, weil ein und derselbe Antragsteller mehrere Anträge eingereicht hatte. 65 065 Anträge wurden abgelehnt - das entspricht etwa 19 Prozent aller Anträge. Insgesamt wurden nach Ministeriumsangaben mehr als 117 Millionen Euro ausgezahlt.

© dpa-infocom, dpa:210217-99-483220/3

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