Einschränkungen in Lufthansa-Küchen trotz Streik-Verbot

Trotz des gerichtlich untersagten Streiks in Flughafen-Großküchen müssen Lufthansa-Reisende heute mit Einschränkungen bei der Bordverpflegung rechnen. Weil die Urteile kurzfristig fielen, kommt ein bereits aufgestelltes Sonderprogramm trotzdem zum Einsatz, wie Lufthansa-Sprecher Jörg Waber am frühen Morgen auf dpa-Anfrage sagte.
von  dpa
Ein Fahrzeug der LSG Sky Chefs fährt über das Betriebsgelände am Flughafen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Ein Fahrzeug der LSG Sky Chefs fährt über das Betriebsgelände am Flughafen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa

Frankfurt/Main - Trotz des gerichtlich untersagten Streiks in Flughafen-Großküchen müssen Lufthansa-Reisende heute mit Einschränkungen bei der Bordverpflegung rechnen. Weil die Urteile kurzfristig fielen, kommt ein bereits aufgestelltes Sonderprogramm trotzdem zum Einsatz, wie Lufthansa-Sprecher Jörg Waber am frühen Morgen auf dpa-Anfrage sagte. So sollen etwa in den deutschen Passagier-Terminals Verpflegungsstationen eingerichtet werden.

Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte in den Flughafen-Großküchen in München und Frankfurt ursprünglich zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen, den die Arbeitsgerichte in den beiden Städten dann jedoch am Mittwoch per einstweiliger Verfügung untersagten. Es herrsche Friedenspflicht, führten die Frankfurter Richter aus. Verdi kann die Entscheidungen theoretisch noch in zweiter Instanz anfechten und hat bereits angekündigt, am Donnerstag Rechtsmittel einlegen zu wollen.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist der bereits beschlossene, aber noch nicht vollzogene Verkauf des Europageschäfts der Cateringtochter LSG Sky Chefs an den Schweizer Weltmarktführer Gategroup. Verdi verlangt tarifliche Absicherungen für die betroffenen Mitarbeiter, möglichst in einem trilateralen Tarifvertrag zwischen Verdi, Lufthansa und Gategroup.