Drogenshop-Prozess: Angeklagte legen Revision ein

Die mutmaßlichen Hintermänner des Drogen-Onlineshops "Chemical Revolution" gehen gegen ihre Verurteilungen zu Haftstrafen vor. Bis auf einen der sieben Angeklagten hätten alle Revision eingelegt, teilte eine Sprecherin des Landgerichts Gießen mit. Dieses hatte die Männer, darunter den mutmaßlichen Initiator aus dem Landkreis München, Anfang August verurteilt, weil sie in unterschiedlichen Funktionen für den Shop tätig gewesen sein sollen. Ermittler hatten die im Internet und anonymen Darknet betriebene Plattform 2019 abgeschaltet und den Shop damals als den bundesweit größten seiner Art bezeichnet.
| dpa
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Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Gießen

Nach Feststellung des Gerichts waren kiloweise Betäubungsmittel wie Amphetamin, Cannabis oder Kokain und Ecstasy für den Onlineverkauf ab Herbst 2017 von den Niederlanden nach Deutschland gebracht worden. Die Ware wurde demnach an verschiedenen Orten bundesweit gelagert, ehe sie an die Kunden verschickt wurden.

Die Angeklagten hatten in dem ein Jahr laufenden Prozess die Vorwürfe überwiegend eingeräumt. Das Gericht verhängte Haftstrafen zwischen zwei Jahren und acht Monaten sowie neun Jahren und zwei Monaten. Nun muss sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Fall befassen.

© dpa-infocom, dpa:210819-99-890917/2

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