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Drei Frauen und ein Baby sterben bei Brand in Reisbach

In der Nacht auf Samstag ist in Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau ein Mehrfamilienhaus in der Ortsmitte in Flammen aufgegangen. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.
| AZ/dpa
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Drei Frauen und ein frühgeborenes Baby sind in diesem Mehrfamilienhaus bei einem Brand ums Leben gekommen.
Drei Frauen und ein frühgeborenes Baby sind in diesem Mehrfamilienhaus bei einem Brand ums Leben gekommen. © Armin Weigel/dpa

Reisbach - Drei Frauen und ein ungeborenes Baby sind bei einem Brand im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau ums Leben gekommen. 

Mehrfamilienhaus in Flammen: Brandursache unklar

Nach ersten Erkenntnissen seien weitere 23 Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher vor Ort am Samstagmorgen. Drei der Verletzten mussten in umliegende Klinken gebracht werden. 

Wie es zu dem Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Ortsmitte von Reisbach kam, war am Samstagmorgen noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei Landshut hat die Ermittlungen vor Ort übernommen.

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Feuer in Reisbach: Eines der Opfer war im siebten Monat schwanger

Nach Angaben der Polizei bracht das Feuer gegen 2 Uhr in dem Mehrfamilienhaus aus.  "Bei den Toten handelt es sich um drei Frauen. Eine 78-Jährige, eine 55-Jährige und eine 20-Jährige, die im siebten Monat schwanger war", berichtete Polizeisprecher Günther Tomaschko gegenüber "idowa.de".

Laut Tomaschko handelt es sich bei dem betroffenen Mehrfamilienhaus um das sogenannte Herrenkloster direkt neben der Kirche in der Ortsmitte von Reisbach.

Brand in Mehrfamilienhaus: Auch vier Polizeihubschrauber im Einsatz

Mehrere Bewohner konnten über Drehleitern von der Feuerwehr gerettet werden. Zwischenzeitlich waren in der Nacht bis zu 250 Einsatzkräfte vor Ort. Auch vier Polizeihubschrauber wurden nach Reisbach beordert. Sie waren zum Abtransport von Verletzten gedacht.

Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden. Auch gegen 10 Uhr konnte man das Gebäude noch nicht betreten. Tomaschko: "Der Sachschaden ist immens."

Bürgermeister Holzleitner: "In diesen Momenten sieht man, dass der Mensch sehr klein ist"

Für Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner ist es die größte Tragödie, seit er vor sieben Jahren das Amt des Ersten Bürgermeisters in der Gemeinde übernommen hatte. Am Samstagmorgen wirkte er noch sehr ergriffen. "Ich war die ganze Zeit am Unglücksort, und mir fehlen noch immer die Worte. Meine Gedanken sind bei den Verstorbenen, den Hinterbliebenen und auch bei den Menschen, die ihr Zuhause in den frühen Morgenstunden verloren haben. In diesen Momenten sieht man, dass der Mensch sehr klein ist und in einigen Situationen machtlos ist", wird Holzleitner auf "idowa.de" zitiert. 

Landrat Werner Bumeder zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Welle der Hilfsbereitschaft vor Ort. Alle vom Brand betroffenen Personen seien bereits untergebracht: Dieser Zusammenhalt mache ihn stolz, doch eines stehe fest: "Es ist ein Tag der Trauer für den gesamten Landkreis."

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