Die Grippe kommt bestimmt: Lassen Sie sich impfen!

Minister Markus Söder geht in Nürnberg mit gutem Beispiel voran – Schutz vor Schweinegrippe inklusive
von  Abendzeitung
Jetzt piekt’s gleich ein bisschen: Landesarzt Andreas Zapf impft „Lebensminister“ Markus Söder.
Jetzt piekt’s gleich ein bisschen: Landesarzt Andreas Zapf impft „Lebensminister“ Markus Söder. © Berny Meyer

Minister Markus Söder geht in Nürnberg mit gutem Beispiel voran – Schutz vor Schweinegrippe inklusive

NÜRNBERG Markus Söder ist jung (43), fit, der Gesundheitsminister hat nichts an den Nieren, der Leber scheint’s gut zu gehen, auf Atemwegserkrankungen oder gar Chronisches deutet nichts hin. Schwanger – nur der Vollständigkeit halber – ist er auch nicht. Zur Risikogruppe zählt er also nicht. Dennoch ließ er sich gegen Grippe impfen. „Ich bin das gute Beispiel.“ Mit der Impfkampagne machen sein Ministerium und das Nürnberger Gesundheitsamt auf den Schutz gegen das Influenza-Virus aufmerksam.

Influenza fordert jährlich bis zu 11.000 Tote

Söder: „Die Influenza fordert bundesweit jährlich zwischen 8000 und 11.000 Tote.“ In drei Gruppen ist das Virus eingeteilt, dazu gibt es Untertypen. Einer von ihnen, der H1N1-Virus, hat im letzten Jahr für Hysterie gesorgt: die Schweinegrippe oder Neue Grippe. Sie wurde zur Pandemie erklärt, und weil die Impfstoffe für die Grippe ’09 schon hergestellt waren, musste in aller Eile ein neuer gegen die Neue Grippe entwickelt werden. Dass wegen der Nachfrage Wirkstoffverstärker (Adjuvanzen) benutzt wurden, sorgte für Unverträglichkeiten und stieß auf große Kritik. Das Ende ist bekannt: Die Pandemie ebbte schneller ab als erwartet, die Bundesländer blieben auf den Impfdosen hocken, die Pharmazie musste sich die hohen Gewinne vorwerfen lassen.

H1N1 ist noch nicht verschwunden

Doch H1N1 ist nicht verschwunden – er ist jetzt verantwortlich für die ersten Grippefälle in Nürnberg. Wer sich nun impfen lässt, bekommt auch keine Schweinegrippe mehr. Denn der Wirkstoff dagegen und gegen andere Grippeerreger ist bereits ohne Adjuvanzen in der Impfdosis. Dann krempelte Söder den Ärmel hoch, ließ sich vom Landesarzt Andreas Zapf pieksen. In der Hoffnung, auch heuer von Nebenwirkungen wie Armschwellung oder Mattigkeit frei zu bleiben. sw