Deutsches Museum: Sanierung geht weiter

München (dpa/lby) - Die Generalsanierung des traditionsreichen Deutschen Museums in München geht trotz finanzieller Engpässe weiter. Der Verwaltungsrat habe der Museumsleitung den Auftrag gegeben, den ersten Bauabschnitt mit seinen 19 Ausstellungen so schnell wie möglich fertigzustellen, und zwar im Kostenrahmen der derzeit bewilligten 445 Millionen Euro, teilte das Museum am Donnerstag mit.
von  dpa

München (dpa/lby) - Die Generalsanierung des traditionsreichen Deutschen Museums in München geht trotz finanzieller Engpässe weiter. Der Verwaltungsrat habe der Museumsleitung den Auftrag gegeben, den ersten Bauabschnitt mit seinen 19 Ausstellungen so schnell wie möglich fertigzustellen, und zwar im Kostenrahmen der derzeit bewilligten 445 Millionen Euro, teilte das Museum am Donnerstag mit. Zugleich solle das Museum die Planungen für den zweiten Bauabschnitt inklusive Planung der Ausstellungen aufnehmen und dazu eine konkrete Kostenberechnung vorlegen. In welchem Umfang dieser Bauabschnitt realisiert werden kann, hängt aber von weiteren Kostenübernahmen durch Bund und Land ab.

Ursprünglich waren 445 Millionen Euro für die gesamte Generalsanierung angesetzt gewesen. Davon waren jeweils 180 Millionen Euro von Bund und Land bewilligt. Mittlerweile ist aber die Rede von knapp 600 Millionen Euro. Gründe sind steigende Baukosten, aber auch unvorhergesehene Schwierigkeiten mit der historischen Bausubstanz. Zwischenzeitlich ist auch das für die Sanierung zuständige Architekturbüro insolvent.

Der Freistaat Bayern hatte zwischenzeitlich darauf gedrungen, die Mehrkosten bei 150 Millionen Euro zu deckeln. Ob das Museum weiteres Geld bekommt, ist aber bisher nicht entschieden.

Schon jetzt ist klar, dass der Eröffnungstermin für den ersten Bauabschnitt auf 2021 verschoben werden muss. Ob sich die Probleme auf den geplanten Abschluss der Generalsanierung 2025 auswirken, ließ das Museum bisher offen.