Datenklau an Geldautomaten: Gut zwei Drittel in Bayern

Weniger Fälle, weniger Schaden: Datendiebe haben an Geldautomaten in Deutschland immer seltener Erfolg. Anders sieht die Situation im Freistaat aus.
| dpa
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Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen mit Blaulicht.
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen mit Blaulicht. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
Frankfurt/Main

Entgegen dem bundesweiten Trend ist die Zahl der Datendiebstähle an Geldautomaten in Bayern gestiegen. Im ersten Halbjahr kletterte die Zahl der gemeldeten Fälle, in denen Kartendaten und Geheimnummern (PIN) ausgespäht wurden, im Freistaat gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3 auf 41, wie die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme auf Anfrage mitteilte.

Bundesweit manipulierten Kriminelle demnach von Januar bis einschließlich Juni 63 Mal Geldautomaten, um an Daten von Bankkunden zu kommen. Gut zwei Drittel der Fälle wurden also in Bayern registriert. Im ersten Halbjahr 2020 waren bundesweit 81 solcher "Skimming"-Fälle gemeldet worden. Der Bruttoschaden sank demnach auf ein Rekordtief von 293 000 Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 668 000 Euro gewesen.

"Skimming ist ein absolutes Auslaufmodell, es lohnt sich für die Täter einfach nicht mehr", bilanzierte Margit Schneider von Euro Kartensysteme. Warum die Täter zuletzt besonders oft im Freistaat aktiv waren, konnte sie nicht sagen. Früher seien die meisten Fälle in Nordrhein-Westfalen und Berlin gemeldet worden, sagte Schneider.

© dpa-infocom, dpa:210718-99-423723/2

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