CSU rückt von Standort für neues ICE-Werk ab

Im Streit um den Standort für ein neues ICE-Instandhaltungswerk im Raum Nürnberg ist die CSU von einem Gelände in den Stadtteilen Altenfurt/Fischbach abgerückt. "Der Standort ist wahrscheinlich nicht der richtige", sagte CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder am Samstag in Nürnberg. Er betonte, es sei möglich, die Liste der bisher von der Deutschen Bahn vorgeschlagenen neun Standortalternativen im nordbayerischen Raum zu erweitern. Es wäre wünschenswert, wenn das ICE-Werk nicht außerhalb Bayerns gebaut würde.
| dpa
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Nürnberg

"Altenfurt/Fischbach wird nicht der Standort sein", sagte Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Der Standort war von der Deutschen Bahn für die Großinvestition zunächst favorisiert worden. Es würde aber zu viel Grün vernichtet, das Werk wäre zu nah an der Wohnbevölkerung in einer Gegend, die von vielen Nürnbergern auch als Naherholungsgebiet genutzt werde. Die Bahn hat insgesamt neun mögliche Standorte im Großraum Nürnberg in die Auswahl genommen.

Söder erinnerte daran, dass die Bahn und damit auch das ICE-Werk mit seinen 500 Arbeitsplätzen für den regionalen Arbeitsmarkt und auch für eine ökologische Verkehrswende wichtig ist. Allerdings sei das Argument der Nähe zur Wohnbevölkerung ein sehr starkes. Der Standort dürfe aber auch nicht nach dem St.-Florians-Prinzip gesucht werden, betonte der Ministerpräsident.

Die Deutsche Bahn will in das Instandhaltungswerk 400 Millionen Euro investieren. Der Bau soll bis 2028 fertig sein. Söder sagte, der Zeitplan könnte durch die Standortsuche in Gefahr geraten.

© dpa-infocom, dpa:210612-99-963575/2

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