Corona-Test-Laboren fehlt es an Arbeitsmaterialien

Die mit den Tests auf Covid-19-Infektionen befassten Labore in Deutschland sind noch nicht an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Sie könnten durchaus noch mehr Untersuchungen erledigen, allerdings fehlen ihnen wichtige Arbeitsmaterialien wie beispielsweise die für die PCR-Methode - Polymerase-Ketten-Reaktion - benötigten Reagenzien.
von  dpa
Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB
Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB © dpa

Neukirchen/Plauen - Die mit den Tests auf Covid-19-Infektionen befassten Labore in Deutschland sind noch nicht an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Sie könnten durchaus noch mehr Untersuchungen erledigen, allerdings fehlen ihnen wichtige Arbeitsmaterialien wie beispielsweise die für die PCR-Methode - Polymerase-Ketten-Reaktion - benötigten Reagenzien. Die Wirtschaft komme mit der Produktion von Reagenzien nicht nach, sagte Christian Scholze der Deutschen Presse-Agentur. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Arzt-Praxis Diagnosticum aus Neukirchen bei Chemnitz ist auch für das zur Praxis gehörende Labor in Plauen zuständig.

Dort wurde das Test-Personal in den vergangenen Wochen auf 20 vervierfacht. Im Drei-Schichtsystem wird sieben Tage ohne Unterbrechung getestet. Die Neukirchener Praxis mit dem Labor in Plauen ist eine von 97 in Deutschland, die derzeit Corona-Tests prüft. Von den rund 300 000 Tests wöchentlich in Deutschland werden in Plauen etwa 9100 untersucht. Die Proben kommen aus Sachsen, Nord-Bayern und Sachsen-Anhalt. Anfragen gibt es aber auch aus Thüringen. Das Labor hätte eine Kapazitätsgrenze von 2200 Proben täglich, sagte Scholz. Derzeit werden etwa 1300 Proben ausgewertet.