Corona-Krise und Strukturwandel prägen Arbeitsmarkt 2021

Die Corona-Pandemie und der Strukturwandel werden auch 2021 Spuren auf dem bayerischen Arbeitsmarkt hinterlassen. "Das wird langfristige und tiefgreifende Folgen haben", sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Mittwoch in Nürnberg.
| dpa
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Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.
Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. © Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Nürnberg

Zum Jahresbeginn rechnet er - auch saisonbedingt - mit deutlich steigenden Arbeitslosenzahlen und einer Arbeitslosenquote von mehr als 4 Prozent. Mit der Frühjahrsbelebung werde die Zahl der Menschen ohne Job in Bayern voraussichtlich wieder sinken.

Im vergangenen Jahr habe sich der Arbeitsmarkt dank staatlicher Subventionen wie dem Kurzarbeitergeld von der Wirtschaft abgekoppelt, sagte Holtzwart. Etwa 30 Prozent der Unternehmen hätten im ersten Lockdown auf Kurzarbeit gesetzt. Auch dieses Jahr werde wieder ein Jahr der Subventionen werden, sagte Holtzwart.

Doch auch der von technologischen Veränderungen ausgelöste Strukturwandel wirke sich bereits auf den Arbeitsmarkt aus, sagte Holtzwart. Die Arbeitslosenzahlen stiegen seit 2019. "Das wurde aber wegen der positiven Entwicklung in der Grundsicherung nicht so sichtbar."

Vergangenes Jahr ging die Zahl der Beschäftigten in Bayern nach Angaben der Regionaldirektion im Vergleich zum Vorjahr um rund 21 000 oder 0,4 Prozent zurück. Die Zahl der Menschen mit einem Mini-Job sank um rund 79 000, viele davon kamen aus der Gastronomie.

"Die wirtschaftliche Transformation wird die Beschäftigten treffen", sagte Holtzwart. Eine der wichtigsten Aufgaben der Regionaldirektion sei deshalb, die Menschen mit Beratungsangeboten zu begleiten. In diese werde die Regionaldirektion weiter investieren. 2020 seien bereits Online-Plattformen dafür aufgebaut worden.

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