Corona-Ausbruch in Reha-Klinik: Betrieb ruht bis 11. Januar

Trotz umfassender Schutz- und Hygienemaßnahmen hat sich ein Corona-Ausbruch in einer Bad Windsheimer Reha-Klinik zunächst nicht eindämmen lassen. Nach 24 neuen Infektionen unter Mitarbeitern und sieben unter Patienten ruhe nun der Betrieb, teilte die Dr. Becker Kiliani-Klinik am Mittwoch mit. "Wir haben uns eigeninitiativ zu diesem Schritt entschieden und ihn mit dem Gesundheitsamt Neustadt an der Aisch abgestimmt", sagte Klinikdirektorin Ursula Siebertz-Ohnesorge.
| dpa
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"Wo es medizinisch vertretbar ist, entlassen wir die Patienten nach Hause. Einige, die Betreuung brauchen, verlegen wir in professionelle Pflegeeinrichtungen", sagte Cay Cordes, Chefarzt Neurologie. Derzeit seien in der Klinik noch 62 Patienten, davon 32 Corona-positiv. Die Klinikleitung rechne damit, dass bis Mitte nächster Woche für alle die bestmögliche Versorgungslösung gefunden sein werde.

Die Abteilung für neurologisch Schwerstbetroffene bleibe als einzige durchgehend weiter geöffnet. "Eine Verlegung dieser schwerkranken Menschen ist gar nicht möglich, weil dafür keine anderen geeigneten Ressourcen zur Verfügung stehen", sagte Cordes. Zum Schutz der Frühreha-Patienten und der Mitarbeiter habe die Klinik sogenannte UV-C-Entkeimer angeschafft, die mögliche Viren und Keime in der Luft entfernen.

Voraussichtlich bis zum 11. Januar werde der Betrieb ruhen. Mitarbeiter nutzten die Zeit, um Überstunden oder Urlaub abzubauen. Darüber hinaus werde es Kurzarbeit geben. "Natürlich ist das nicht schön. Aber die meisten hier denken wie die Klinikleitung, nämlich, dass das Pausieren bis Mitte Januar momentan der einzige sichere Weg ist - für Patienten und Kollegen", sagte Siebertz-Ohnesorge.

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