Corona: AKW in Tschechien eröffnet eigenen Weihnachtsmarkt

Wegen der Corona-Pandemie greift der tschechische AKW-Betreiber CEZ zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Am Standort des Atomkraftwerks Temelin in Südböhmen habe man einen eigenen Weihnachtsmarkt für die Mitarbeiter eingerichtet, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. "Wir haben uns entschieden, den Verkauf von Weihnachtsbäumen, Karpfen und Lebensmitteln vom Bauernhof in Eigenregie sicherzustellen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern", sagte AKW-Direktor Jan Kruml.
| dpa
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Das Atomkraftwerk, das rund ein Fünftel des tschechischen Stromverbrauchs abdeckt, zähle zur kritischen Infrastruktur, sagte Kruml. Gleichwohl habe man nicht gewollt, dass die Mitarbeiter auf traditionelle Bräuche und Adventseinkäufe verzichten müssten.

Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern ist stark von der Corona-Pandemie betroffen. Insgesamt gab es bisher 563 333 Infektionen und 9226 Todesfälle. Die Pandemie habe den Betrieb des Atomkraftwerks Temelin bisher nicht grundlegend beeinflusst, sagte ein Sprecher. Beim Betreten des Betriebsgeländes werde die Körpertemperatur gemessen. Es würden Hygieneregeln gelten.

Umweltschützer halten das AKW Temelin, das nur rund 60 Kilometer von Bayern und Österreich entfernt liegt, für störanfällig und gefährlich. Sie bemängeln die Kombination russischer Reaktor- mit US-amerikanischer Leittechnik. Die Regierung in Prag will den Anteil der Kernenergie am Strommix bis 2040 von derzeit rund 34 Prozent auf 50 Prozent erhöhen.

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