Bundesregierung zeigt sich erschüttert über Tat von Würzburg

Die Bundesregierung hat sich entsetzt gezeigt über den tödlichen Messerangriff von Würzburg. "Es ist eine Tat von nicht zu begreifender Brutalität und Bösartigkeit", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Anteilnahme gelte den Opfern, deren Familien und Augenzeugen.
| dpa
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Regierungssprecher Steffen Seibert nimmt an der Pressekonferenz teil.
Regierungssprecher Steffen Seibert nimmt an der Pressekonferenz teil. © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa/archivbild
Berlin

"Die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung hoffen, dass die Verletzungen heilen, dass die Betroffenen wieder gesund werden können an Körper und an Seele und dass sie für diesen Weg Begleitung und Unterstützung finden", sagte Seibert. Es gebe aber auch Grund zur Dankbarkeit: für das schnelle Eingreifen der Polizei und den Mut und die Geistesgegenwart von Passanten, die sich dem mutmaßlichen Täter entgegenstellten. "Das ist eine Heldentat, die die vollbracht haben", sagte Seibert über Letztere.

Ein 24 Jahre alter Mann aus Somalia hatte am Freitagnachnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen, die er offensichtlich nicht kannte, mit einem Messer getötet. Zudem verletzte er sieben weitere Menschen, fünf davon schwebten nach der Attacke in Lebensgefahr.

Warum der Migrant, der in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft lebte, die Menschen attackierte, ist noch unbekannt. Der Täter war in der Vergangenheit mehrfach psychisch auffällig. Die Ermittler prüfen allerdings auch, ob es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte. Auch Seibert verwies auf "Hinweise auf islamistische Hasspropaganda" in der Wohnung des mutmaßlichen Täters.

© dpa-infocom, dpa:210628-99-172334/2

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