Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Schleuser fest

Die Bundespolizei hat in Oberbayern einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen, der im Verdacht steht, mehrere Iraker und Syrer illegal nach Deutschland gebracht zu haben. Der 54-Jährige sei gefasst worden, nachdem eine Frau acht Menschen in einem Maisfeld bei Neuötting entdeckt hatte, berichtete die Behörde am Freitag. Darauf startete die Bundespolizei in Mühldorf eine Suchaktion, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, und fand noch vier weitere Menschen.
von  dpa
Das Blaulicht auf einem Polizeiauto.
Das Blaulicht auf einem Polizeiauto. © Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Insgesamt seien elf strafmündige Personen im Alter zwischen 16 und 32 Jahren wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes angezeigt worden, hieß es. Acht von ihnen - darunter auch ein Vater mit seinem fünf Jahre alten Sohn aus Syrien - hätten Schutz in Deutschland beantragt.

Gegen den 54-Jährigen Syrer, der einen festen Wohnsitz in Deutschland hat, werde nun wegen Verdachts auf illegales Einschleusen ermittelt. Der Vater und der Sohn sowie vier der Iraker seien an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben worden. Zwei Minderjährige würden vom Jugendamt betreut, vier Personen seien nach Österreich zurückgeschickt worden.