"Bundes-Notbremse" entzweit Koalition

Die Corona-Krise verschärft die Meinungsverschiedenheiten in der bayerischen Staatsregierung: Nachdem die Freien Wähler Verfassungsbeschwerde gegen die geplante "Bundes-Notbremse" einlegen wollen, verteidigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) die darin vorgesehenen Ausgangssperren: Die Beschränkungen seien ein wichtiges Mittel, um die dritte Pandemie-Welle unter Kontrolle zu bringen, sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Wir brauchen einen spürbaren und dauerhaften Rückgang der Infektionszahlen und müssen unser Gesundheitssystem vor einer Überlastung schützen."
| dpa
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Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Klaus Holetschek (CSU), Minister für Gesundheit und Pflege.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Klaus Holetschek (CSU), Minister für Gesundheit und Pflege. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
München

Auch von wissenschaftlicher Seite werde die Effektivität der Ausgangsbeschränkungen überzeugend bestätigt, sagte der CSU-Politiker. "Die erste Welle der Pandemie hat gezeigt, dass zuverlässig eingehaltene kontaktreduzierende Maßnahmen zusammen mit einem strikten Containment maßgeblich zur Eindämmung der Pandemie beitragen."

Die Koalitionspartner von der Freien Wählern hingegen wollen die "Bundes-Notbremse" in Karlsruhe kippen lassen. "Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden", hatte Parteichef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Mittwochabend gesagt.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-212281/2

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