Bürgermeister von Mitterteich appelliert an die Vernunft

Mitterteich (dpa/lby) - Der Bürgermeister der oberpfälzischen Stadt Mitterteich appelliert an die Vernunft seiner Mitbürger. Die Menschen sollen sich an die Ausgangssperre halten und beispielsweise Einkäufe auf das Notwendigste beschränken.
von  dpa
Das Ortseingangsschild von Mitterteich. Foto: Nicolas Armer/dpa
Das Ortseingangsschild von Mitterteich. Foto: Nicolas Armer/dpa © dpa

Mitterteich (dpa/lby) - Der Bürgermeister der oberpfälzischen Stadt Mitterteich appelliert an die Vernunft seiner Mitbürger. Die Menschen sollen sich an die Ausgangssperre halten und beispielsweise Einkäufe auf das Notwendigste beschränken.

In der 6500-Einwohner-Stadt gilt seit Mittwochnachmittag eine Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die neue Situation müsse sich einspielen, sagt der Bürgermeister, der weitgehend auch aus dem Homeoffice arbeitet. Auch im Rathaus habe es einen Coronafall gegeben, seitdem stünden 20 Mitarbeiter unter Quarantäne, berichtet Roland Grillmeier.

Es seien weniger Autos auf den Straßen unterwegs, bilanziert er. In den Supermärkten seien weiter Kunden. Hier sei es an jedem einzelnen, sich einzuschränken.

Spekulationen um das Starkbierfest als Ursache der Corona-Ausbreitung in der Stadt will Grillmeier nicht befeuern. Er kenne die Hälfte der Coronapatienten aus Mitterteich und seines Wissens habe keiner davon das Fest besucht. Ein Krisenstab versuche nun, die Infektionsketten nachzuvollziehen.

Das Landratsamt in Tirschenreuth erteilte die Ausgangssperre, weil in Mitterteich die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen besonders hoch ist. Bis Mittwoch waren im Landkreis 47 Infizierte registriert, 25 von ihnen in Mitterteich. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen oder Häuser nicht mehr "ohne triftigen Grund" verlassen.

Erlaubt sind unter anderem noch: Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte mit Bescheinigung des Arbeitgebers, Einkäufe, Apotheken- und Arztbesuche, Tanken, Bargeldabheben, Lieferverkehr, Hilfeleistungen für Bedürftige sowie die dringende Versorgung von Haustieren. Die Lage sei nicht einfach, sagt Grillmeier. "Wir müssen es akzeptieren." Und dann fügt er an: "Wir versuchen zusammenzuhalten."