Brotbier gegen Lebensmittelverschwendung

Während des Lockdowns backten Bäcker vielerorts Bierbrote, damit Fassbier nicht weggeschüttet werden musste. Auch andersherum lassen sich Lebensmittel vor der Mülltonne retten: Brauereien brauen Brotbier. Dabei ersetzen sie Teile des Braumalzes durch Brot, das in Bäckereien nicht verkauft wurde. "Man spart mit etwas, das sonst weggeworfen würde", sagt Felix vom Endt von der Nürnberger Craftbier-Brauerei Orca Brau.
| dpa
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Felix vom Endt (l) und Andreas Feihl verkosten eine Probe Brotbier.
Felix vom Endt (l) und Andreas Feihl verkosten eine Probe Brotbier. © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Brotbier hat ihm zufolge im skandinavischen und baltischen Raum eine lange Tradition. In den vergangenen Jahren ist diese Idee auch in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern verstärkt aufgekommen, um die Lebensmittelverschwendung zu stoppen. Meist sind es Start-ups, die die Spezial-Biere in kleiner Auflage brauen.

Für die großen Brauereien kommt es nach Angaben des Deutschen Brauerbunds allerdings nicht infrage, Braumalz durch Brot zu ersetzen. Neben den technischen und lebensmitteltechnologischen Herausforderungen spreche auch dagegen, dass Brot für größere Produktionsmengen und längere Produktionszeiten eingelagert werden müsste, sagt Sprecher Marc-Oliver Huhnholz. "Ein Aufwand, der aus unserer Sicht nur in einem kleineren Rahmen realisierbar erscheint."

© dpa-infocom, dpa:210707-99-286629/2

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