Brand im Kraftwerk: Teile Nürnbergs ohne Fernwärme

Minusgrade draußen, bibbern drinnen: Nach dem Brand in einem Großkraftwerk in Nürnberg müssen die Menschen in einigen Wohnblocks bei 10 bis 15 Grad ausharren. Der Energieversorgers N-Ergie drosselte am Dienstag nach eigenen Angaben die Wärmeleistung, weil nach dem Ausfall des Kraftwerks die Versorgung mit Fernwärme in zwei Stadtteilen eingeschränkt ist. Etwa 15 000 Menschen sind davon betroffen. Die Stadt Nürnberg rief den Katastrophenfall aus.
| dpa
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Rauchwolken stehen über einem Kraftwerk des Versorgers Uniper.
Rauchwolken stehen über einem Kraftwerk des Versorgers Uniper. © Bauernfeind/NEWS5/dpa
Nürnberg

Man bitte außerdem alle Bewohnerinnen und Bewohner in den beiden betroffenen Stadtteilen, ihre Heizung auf 15 Grad herunterzudrehen und warmes Wasser zu sparen, sagte der Vorstandsvorsitzende der N-Ergie, Josef Hasler. Die Stadt Nürnberg hat 1100 Hotelzimmer organisiert, in die Betroffene gegen einen reduzierten Preis umziehen können. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) betonte, dass Menschen, die aus dem Gebiet nun zu Verwandten ausweichen würden, nicht gegen die Corona-Auflagen verstoßen würden.

Der Energieversorger versucht gerade, bundesweit riesige mobile Heizgeräte zu organisieren, die Energie ins Netz einspeisen können. Zurzeit sei noch unklar, ob die Versorgungslücke dadurch gedeckt werden könne, sagte Hasler. "Im Moment sind wir auf einem guten Weg." Sorgen bereite die extreme Kälte, die für die nächsten Tage mit Minusgraden im zweistelligen Bereich vorhergesagt ist.

Die Ursache für das Feuer in dem Kraftwerk am frühen Montagabend war auch am Dienstag noch unklar. Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr im Kesselhaus des Kraftwerksblocks I ausgebrochen und hatte sich bis auf eine Höhe von 80 Metern ausgebreitet. Das Kraftwerk ist nach Einschätzung von Hasler mindestens in den nächsten zwei Wochen außer Betrieb.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-367912/2

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