Bouffier warnt vor Alleingängen bei Impfstoff-Beschaffung

Das bayerische Solo von Markus Söder in Sachen Sputnik hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier überrascht. "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder", sagt er.
| AZ/dpa
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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) setzt seinen Mund-Nasen-Schutz ab.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) setzt seinen Mund-Nasen-Schutz ab. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Frankfurt/Main - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt.

Bouffier: Das "kann doch niemandem in Hessen klarmachen"

Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Bouffier: "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder."

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Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt."

Hessen sei stolz darauf, "in Rekordzeit" ein neues Biontech-Werk in Marburg genehmigt zu haben. "Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?"

 

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