Bodenproben wegen Schadstoffe rund um US-Flugplatz gezogen

Viele Militärstandorte in Bayern sind mit gesundheitsschädlichen Chemikalien verseucht - so auch der US-Flugplatz in Ansbach. Bodenproben sollen helfen, das Ausmaß der Belastung abzuschätzen.
| dpa
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Zwei Probenahmetechniker entnehmen Bodenproben auf einem Acker in der Nähe des US-Militärflugplatzes in Ansbach.
Zwei Probenahmetechniker entnehmen Bodenproben auf einem Acker in der Nähe des US-Militärflugplatzes in Ansbach. © Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Ansbach

Experten haben in dieser Woche Bodenproben rund um den US-Militärflugplatz im mittelfränkischen Ansbach gezogen. Grund ist die erhöhte Konzentration von per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) im Boden und im Grundwasser an der US-Kaserne Katterbach. Die Bodenproben sollen nun Rückschlüsse auf die Fließrichtung des Grundwassers und das mögliche Ausmaß der Belastungen ermöglichen, wie Stadtsprecherin Anne Ziegler erläuterte. Die Ergebnisse sollen nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts bis zu den Sommerferien vorliegen.

Die gesundheitsschädlichen Chemikalien - früher PFC abgekürzt - stammen aus Feuerlöschschaum, den die US-Armee früher auf dem Gelände benutzte. Auch andere Militärstandorte in Bayern sind kontaminiert, darunter der Bundeswehr-Flughafen in Manching bei Ingolstadt, der ehemalige Fliegerhorst Penzing (Landkreis Landsberg am Lech) und der Nato-Flugplatz im oberbayerischen Neuburg.

Im vergangenen Frühjahr hatten Experten an drei Messstellen außerhalb des Kasernengeländes in Ansbach erhöhte PFAS-Konzentration festgestellt. Mit den Bodenproben wollen diese nun feststellen, wohin das belastete Grundwasser fließt und welche weiteren Flächen betroffen sein könnten. Auf 20 Flächen nahmen die Experten dafür nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Proben aus verschiedenen Tiefen. Diese werden nun im Labor analysiert.

Auf dem Gelände der Kaserne ist nach Angaben von Ziegler inzwischen eine Filteranlage installiert. Diese verhindert, dass sich das kontaminierte Wasser weiter ausbreitet. Wann die Sanierung der belasteten Bereiche beginnen könne, war zunächst unklar.

© dpa-infocom, dpa:210617-99-26766/2

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