Blindenverband fordert Fachstelle für Barrierefreiheit

Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) fordert eine Fachstelle für Barrierefreiheit im Freistaat. Bei öffentlichen Gebäuden und digitalen Angeboten würden die Regeln in diesem Bereich nicht einheitlich umgesetzt, teilte der Verband mit Sitz in München am Dienstag mit. Eine Fachstelle könne Behörden, Gemeinden und Firmen dabei helfen und beraten. Als Aufsichtsorgan solle ein Beirat mit Menschen mit Behinderung eingerichtet werden.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Ein Bodenleitsystem ist zu sehen.
Ein Bodenleitsystem ist zu sehen. © Frank Molter/dpa
München

"Barrierefreiheit ist kein Luxusgut, das man Menschen mit Behinderung gönnen kann", sagte der BBSB-Landesgeschäftsführer Verbands- und Sozialpolitik, Steffen Erzgraber. "Viel zu oft haben wir Lippenbekenntnisse gehört oder halbherzige Gesetze wurden verabschiedet, wie zuletzt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Dieses Gesetz entfaltet seine volle Wirkung erst 2040."

Der Bund will mit dem Gesetz die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit umsetzen. Damit werden auch Firmen verpflichtet, bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen barrierefrei anzubieten. Die Anforderungen sollen ab 2025 gelten, bei Selbstbedienungsterminals wie Geldautomaten sind aber Umsetzungsfristen von mehreren Jahren vorgesehen.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-909274/2

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen