Bistum stellt Bericht zu Missbrauch in Kinderheimen vor

Das Bistum Augsburg will heute die Ergebnisse einer Untersuchung zu Missbrauchsfällen in zwei schwäbischen Kinderheimen vorstellen. Seit Ende 2019 hatten Juristen unter der Leitung der ehemaligen Präsidentin des Bayerischen Landessozialgerichts, Elisabeth Mette, die sexuellen und körperlichen Misshandlungen von Kindern in den beiden Heimen im Landkreis Augsburg untersucht.
| dpa
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Elisabeth Mette, Leiterin der Projektgruppe Reithenbuch.
Elisabeth Mette, Leiterin der Projektgruppe Reithenbuch. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
Augsburg

Das Bistum hatte die Projektgruppe eingerichtet, weil bereits Missbrauchsfälle im Josefsheim Reitenbuch in Fischach zwischen 1950 und 1985 bekannt waren. Es gab mindestens 16 Opfer, 15 Männer und 1 Frau. Als Haupttäter galten zunächst drei Priester, die inzwischen gestorben sind. Aber auch weitere Personen, beispielsweise Ordensschwestern und sogar ein Nachbar des Heims, sollen an den Taten beteiligt gewesen sein.

Die Expertengruppe sollte die bekannten Fälle nochmals aufarbeiten und darüber hinaus mögliche weitere Missbrauchsfälle enthüllen. Deswegen wurde zusätzlich auch das Marienheim Baschenegg in Ustersbach unter die Lupe genommen. Dort waren die kleineren Kinder untergebracht, ehe sie später ins Heim Reitenbuch kamen.

Im vergangenen Jahrzehnt ist die katholische Kirche weltweit von Missbrauchsskandalen erschüttert worden. Es wurde bekannt, dass in der Vergangenheit in zahlreichen Heimen Kinder sexuell und körperlich misshandelt wurden.

© dpa-infocom, dpa:210908-99-142612/2

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