Bilanz 2020: Bayern hat 1.558 Menschen abgeschoben

Bayern hat im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie 1.558 Menschen abgeschoben.
| dpa
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München

Knapp 8.000 seien zudem freiwillig ausgereist, informierte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München bei der Vorstellung der Asylbilanz 2020.

Einen Schutzstatus erhielten 6.428 Antragsteller, 11.581 Anträge wurden dagegen abgelehnt. "Wer einen Schutzstatus erhält, dem stehen alle Möglichkeiten offen. Das ist Humanität. Wer keinen Schutzstatus erhält, muss unser Land aber auch wieder verlassen. Das ist Ordnung", sagte Herrmann.

Die meisten Abschiebungen gingen 2020 in die Ukraine, nach Rumänien, Georgien, Albanien und in die Türkei. 57 Prozent der Betroffenen waren laut Ministerium zuvor polizeilich in Erscheinung getreten. Nach Auskunft des Landesamtes für Asyl und Rückführungen ging es dabei unter anderem um Gewalt- und Sexualdelikte. Auch Mehrfach- und Intensivtäter sowie Randalierer seien darunter gewesen.

Für die Abschiebungen während der Coronapandemie war der Freistaat allerdings immer wieder heftig kritisiert worden. Der Bayerische Flüchtlingsrat sprach am Montag von einer rigiden Abschiebepolitik. Die Abgeschobenen würden der Gefahr ausgesetzt, sich in ihren Herkunftsländern mit Corona zu infizieren. Außerdem könnten sie das Virus dort einschleppen und zu einem Anstieg der Infektionszahlen beitragen.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-923100/2

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