Bergwacht: Weniger Unfälle als in normalem Winter

Die bayerische Bergwacht registriert derzeit deutlich weniger Unfälle als in Zeiten mit Skibetrieb und laufenden Liften. An einem Spitzentag etwa im Februar 2019 hätten die Retter rund 160 Mal ausrücken müssen, derzeit liege die Zahl der Einsätze an einem schönen Tag im niedrigen zweistelligen Bereich, sagte Bergwacht-Sprecher Roland Ampenberger.
| dpa
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Ein Mitglied der Bergwacht.
Ein Mitglied der Bergwacht. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Bad Tölz

An bestimmten Hotspots hätten die Helfer auch mehrmals binnen eines Tages ausrücken müssen - "aber das ist kein Vergleich zu einem Ski-Wochenende mit Pistenbetrieb", sagte Ampenberger. Dennoch habe die Bergwacht immer wieder zu tun - wo Menschen unterwegs seien, gebe es auch Unfälle. Zwar ereigneten sich nicht mehr Rodelunfälle als sonst. Sie gerieten aber stärker in den Fokus, da die klassischen Skiunfälle ausblieben. Zudem gebe es auf dem harten, gefrorenen Boden bei Stürzen derzeit eher einmal schwere Verletzungen. "Die Knautschzone Neuschnee fehlt."

Da sämtliche Alternativen von Kletterhallen, über Fitnessstudios, Tennishallen und Vereinssport bis hin zum Kinogang fehlten, ziehe es die Menschen ins Freie. "Es ist das Einzige, was bleibt: Dass alle hinausgehen", sagte Ampenberger. Die Menschen seien "mit allem am Berg unterwegs, was sie haben": Mit Schlitten und Ski, Mountainbike, Schlittschuhen oder einfach zu Fuß.

"Bei der Weiterversorgung - also beim Transport ins Krankenhaus mit dem Rettungswagen - gab es nach unserem Stand bisher keine außergewöhnlichen Hindernisse", sagte Ampenberger. Er rief bei Ausflügen auch in der Nähe des Wohnortes zu Besonnenheit und Umsicht auf. Das helfe, Unfälle zu vermeiden.

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