Berchtesgadener Land: Corona-Impfung beim Hausarzt

Der Landkreis Berchtesgadener Land will Corona-Impfungen in Hausarztpraxen ausweiten. Noch in dieser Woche sollen vor allem über 80-Jährige die Chance zur Impfung in drei weiteren Praxen erhalten, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes in Bad Reichenhall am Montag. Schon am Wochenende waren 132 Menschen in zwei Hausarztpraxen geimpft worden.
| dpa
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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.
Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration
Bad Reichenhall

Mit dem Pilotprojekt solle über 80-Jährigen mit eingeschränkter Mobilität die Corona-Impfung erleichtert werden, teilte das Landratsamt dazu mit. Es hätten sich weitere Praxen aus anderen Teilen des Landkreises gemeldet, die in das Projekt integriert werden wollten. "Geplant ist, dass die mobilen Impfteams jede Woche zunächst in zwei bis vier Praxen tätig werden."

Das Modell könnte auch andernorts im Freistaat Anwendung finden. "Das Gesundheitsministerium wurde schon über erste örtliche Überlegungen und Initiativen zur Einbindung von Hausärzten in das Impfgeschehen informiert", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Es habe bereits auf Ministeriumsebene Gespräche mit dem Bayerischen Hausärzteverband, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Ärztekammer gegeben, die grundsätzlich Unterstützungsbereitschaft signalisiert hätten, sagte der Sprecher weiter. "Derzeit wird geprüft, in welcher Form die niedergelassenen Ärzte in der aktuellen Impfphase - Verimpfungen an die höchstpriorisierte Gruppen - durch die Impfzentren eingebunden werden können."

Bisher konnten Personen, die nicht in einer stationären Pflegeeinrichtung leben, nur an Impfzentren geimpft werden, erläuterte das Landratsamt in Bad Reichenhall. Dadurch müssten gerade Menschen aus den Gemeinden in den Randgebieten das Landkreises eine längere Fahrt auf sich nehmen. Eine Impfung in den Arztpraxen solle sowohl den Zugang für Patienten im gesamten Landkreis erleichtern als auch eine effiziente Verteilung des Impfstoffs ermöglichen.

© dpa-infocom, dpa:210208-99-352574/2

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