Belastungszeuge sagt in Deggendorfer Mordprozess aus

Ein weiterer Zeuge hat im Mordprozess vor dem Landgericht Deggendorf gegen einen 28-Jährigen den Angeklagten mit seiner Aussage belastet. In dem Verfahren geht es um den gewaltsamen Tod einer jungen Frau aus dem niederbayerischen Freyung Ende Oktober 2016. Der ehemals beste Freund des Angeklagten sagte am Freitag, dieser habe ihm damals erzählt, er habe gewartet, bis seine Ex-Freundin schlief, währenddessen Wodka getrunken und sie dann erstochen.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen Teilen
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Deggendorf

Die Frage, ob das Opfer bei der Tat schlief, ist von entscheidender Bedeutung: Eine Tötung im Schlaf würde das Mordmerkmal der Heimtücke bedeuten. Im ersten Prozess vor dem Landgericht Passau 2017 hatte sich das nicht zweifelsfrei klären lassen. Der Angeklagte wurde wegen Totschlags verurteilt.

Der ehemals beste Freund hatte damals verschwiegen, von der Tat gewusst zu haben. Später korrigierte er - wie auch seine damalige Freundin - diese Aussage. Vor dem Amtsgericht Passau wurden die beiden 2019 wegen uneidlicher Falschaussage verurteilt. Das gab den Anstoß für die Wiederaufnahme des Verfahrens. Das Landgericht Deggendorf kam 2021 zu dem Schluss, dass die Passauer Richter ohne die Falschaussagen 2017 möglicherweise ein Mordurteil gesprochen hätten.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen