Behörde: Terroristen könnten bald auch Drohnen nutzen

Die Gefahr durch Drohnen macht Sicherheitsbehörden Sorgen. In Kaufbeuren diskutieren jetzt Experten zu dem Thema - und zeigen mögliche "Drohnen-Schutzschilder".
von  dpa/sx
In Deutschland sind nach Schätzungen von Experten mittlerweile etwa 400.000 Drohnen in der Luft.
In Deutschland sind nach Schätzungen von Experten mittlerweile etwa 400.000 Drohnen in der Luft. © dpa

Kaufbeuren - Mittlerweile 400.000 Drohnen sind in Deutschland Schätzungen zufolge in der Luft. Und es werden stetig mehr: in wenigen Jahren könnten es mehr als eine Million sein. Diese Entwicklung macht den Sicherheitsbehörden Sorgen, nicht nur weil das Risiko von Zusammenstößen mit Flugzeugen steigt.

Mini-Hubschrauber künftig für Terroranschläge im Einsatz?

Auch in dicht bewohnten Gebieten können abstürzende Drohnen zur Gefahr werden: Im November schlug beispielsweise im Olympiapark in München eine in 180 Metern Höhe havarierte Drohne neben einer Familie ein (AZ berichtete). Zudem schließen die Behörden nicht aus, dass die Mini-Hubschrauber künftig auch für Terroranschläge eingesetzt werden.

Deshalb treffen sich am Montag Sicherheits-Experten zu einer Tagung in Kaufbeuren. Sie wollen über die Möglichkeiten zur Abwehr von Drohnen diskutieren. Die Veranstaltung im Allgäu hat das bayerische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Generalkonsulat von Israel in München organisiert. Der Hintergrund: Israelische Unternehmen gelten bei der Entwicklung von militärischen und zivilen Drohnen weltweit als führend.

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Mehrere Anbieter wollen ihre Drohnenabwehr in Kaufbeuren praktisch demonstrieren. Auch die Telekom will ihr Anti-Drohnen-Angebot für Geschäftspartner vorstellen. Seit Ende 2016 bietet das Unternehmen ein "Drohnenschutzschild" an. Damit sollen beispielsweise Rechenzentren oder Fußballstadien gegen Angriffe mit Drohnen geschützt werden.