Bedford-Strohm: Donald Trump war ein Alptraum

Für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, war die Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump "ein Alptraum". "Es war ein Alptraum, vier Jahre lang einen Menschen an der Spitze dieses Landes zu haben, der die Grundregeln des menschlichen Zusammenseins (...) schlicht ignoriert hat", sagte der bayerische Landesbischof am Dienstag im Münchner Presseclub. "Das Schlimmste an dieser Zeit war, dass es bestimmte Selbstverständlichkeiten nicht mehr gab, von denen die Meisten von uns dachten, dass die Teil der demokratischen Kultur waren." Trump habe die US-amerikanische Gesellschaft polarisiert und "schlicht ungeheueren Schaden angerichtet".
| dpa
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München

Bedford-Strohm, der mit einer US-Amerikanerin verheiratet ist und zeitweise auch in den USA lebte, sieht dort inzwischen einen "kollektiven Egoismus", der sich in einer neuen Form des Nationalismus zeige. Der Bischof betonte: "Nationalismus ist Sünde".

Den Trend zur Polarisierung sieht er auch in Deutschland - befeuert durch Hatespeech im Internet und eine damit einhergehende "Verzerrung der Realität".

Im Digitalen sieht er aber auch große Chancen für seine Kirche. "Man kann eine Form von Gemeinschaft auch über diese digitalen Medien herstellen", sagte er. Die Corona-Pandemie habe die evangelische Kirche drastisch verändert. "Es hat unsere Kirche schon jetzt verändert, dass wir gezwungen waren, andere Wege zu finden, um Menschen zu erreichen", sagte Bedford-Strohm. 80 Prozent der Kirchengemeinden hätten digitale Formate angeboten. "Das war eine digitale Revolution in unserer evangelischen Kirche."

© dpa-infocom, dpa:210126-99-173365/2

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