Bayern will Impfungen auf Betriebs- und Fachärzte ausdehnen

Bayern will die Priorisierung bei den Impfungen gegen das Coronavirus lockern. Betriebsärzte sollen Angestellte in zehn großen Betrieben durchimpfen können, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach der Sitzung des Kabinetts in München an. Das Modellprojekt soll noch im April beginnen.
| dpa
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Ein Arzt nimmt in einer Praxis eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech.
Ein Arzt nimmt in einer Praxis eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech. © Sebastian Gollnow/dpa/Aktuell
München

Zudem kündigte Söder eine Ausnahme bei den Einreiseregeln für vollständig Geimpfte an: Wer beide Impfungen erhalten hat und ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen kann, soll nach der Einreise nach Bayern nicht mehr in Quarantäne müssen.

Auch die Impfungen in den Praxen sollen weiter ausgebaut werden. "Es müssen auch Fachärzte integriert werden", erklärte Söder. Alle approbierten Ärzte bis hin zu Zahnärzten sollen die Möglichkeit haben, gegen das Coronavirus zu impfen. Seit dem Impfstart in den Praxen vergangene Woche seien fast 30 000 Spritzen verabreicht worden.

Insgesamt seien bislang 2,531 Millionen Impfungen in Bayern durchgeführt worden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). "Wir wollen nach wie vor schneller vorankommen." Doch bei dem Impfstoff-Hersteller Moderna sei ein Ausfall bei den Lieferungen angekündigt. Sollte Bayern davon betroffen sein, würden dem Freistaat im April 100 000 angekündigte Impfdosen fehlen.

Noch im Laufe des Jahres könnte der russische Impfstoff Sputnik V im schwäbischen Illertissen produziert werden. Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet, noch fehle aber die Zulassung des Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). "Es handelt sich um einen hochwirksamen Impfstoff", betonte Holetschek. Der Impfstoff müsse im Abstand von drei Wochen zwei Mal verabreicht werden.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-114673/4

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