Bayern gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Mit bewegenden Worten ist in Würzburg an die Deportation von Millionen Juden in die Vernichtungslager der Nationalsozialisten erinnert worden. "Deutschland kann vor seiner Vergangenheit nicht davonlaufen", sagte der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, am Montag an einer Gedenkstätte für deportierte Juden aus Unterfranken. Es gelte, sich der Vergangenheit zu stellen und klug zu handeln, damit Verbrechen wie die der Nazis nie wieder möglich werden.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Ilse Aigner (CSU), hält am "Denkort Deportationen" bei einem Gedankakt zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus eine Rede.
Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Ilse Aigner (CSU), hält am "Denkort Deportationen" bei einem Gedankakt zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus eine Rede. © Nicolas Armer/dpa Pool/dpa
Würzburg

"Wenn hier nicht bald Sensibilität erzeugt wird, dann darf sich Deutschland schon in naher Zukunft nichts mehr einbilden auf seine Aufarbeitung", sagte Schuster im Beisein von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller.

"Dabei kommt es besonders auf die junge Generation an", sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). An ihr sei es, die Zukunft zu gestalten.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 hatten Nazis rund sechs Millionen Juden ermordet. Der Krieg in Europa und Asien kostete nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 55 und mehr als 60 Millionen Menschen das Leben, die meisten davon Zivilisten.

"Die Deportation war kein Umzug. Sie war eine Reise in den Tod - bürokratisch organisiert, barbarisch durchgeführt", sagte Aigner.

Traditionell veranstalten der Landtag und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten jährlich gemeinsam den Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus. Ziel ist nicht nur die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, sondern auch die Mahnung an die junge Generation, derartiges Unrecht nie wieder zuzulassen.

© dpa-infocom, dpa:210125-99-159854/3

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen