Bartgeier Wally und Bavaria üben Fliegen: Kampf mit Adler

Die beiden Bartgeier Wally und Bavaria erobern selbst im Regen die Lüfte im Nationalpark Berchtesgaden - Kämpfe mit den alteingesessenen Steinadlern mit eingeschlossen.
| dpa
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Bartgeierweibchen Wally unternimmt ihren ersten Flug in den Alpen.
Bartgeierweibchen Wally unternimmt ihren ersten Flug in den Alpen. © Nicole Friedrich/Landesbund für Vogelschutz (LBV)/dpa/Archivbild
Berchtesgaden

"Während sich manche Greifvögel nur schlecht mit nassem Gefieder fortbewegen können, ist es wirklich erstaunlich, wie gut ein nasser Bartgeier fliegen kann", erklärte der Projektleiter Toni Wegscheider vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Mittwoch. Bavaria habe allerdings dem Bartgeierteam "den Puls höher schlagen" lassen. "Sie saß oft für längere Zeit in einer steinschlaggefährdeten Felsspalte, das hat uns gerade bei dem Starkregen ziemliche Sorgen gemacht."

Während Wally und Bavaria ein Herz und eine Seele sind und nebeneinander schlafen, fliegen und fressen, gibt es mit anderen Greifvögeln schon mal Knatsch. "Unfriedliche Kontakte mit den lokalen Steinadlern ereignen sich jetzt alle paar Tage", sagte Wegscheider. "Vor allem die draufgängerische Wally lässt sich immer wieder auf Luftkämpfe mit den Adlern ein, die sie bisher bei einem einzelnen Gegner jedes Mal "gewonnen" hat. Einem Gegenangriff des örtlichen Adlerpaares konnte sie sich dann aber nur durch Flucht hinter den nächsten Berg entziehen." 

Wally und Bavaria waren im Juni im Rahmen eines europäischen Wiederansiedlungsprogrammes in eine Felsnische im Nationalpark Berchtesgaden gebracht worden. Die beiden Jungvögel stammen aus spanischer Zucht. Bartgeier zählen laut LBV mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Vor mehr als 100 Jahren wurden die Tiere in den Alpen ausgerottet.

Auseinandersetzungen zwischen Steinadler und Bartgeier sind laut LBV normal und enden bis auf sehr seltene Ausnahmen stets glimpflich. Die beiden Arten müssten sich jetzt eben neu "zusammenraufen".

© dpa-infocom, dpa:210804-99-704423/3

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