Bain-Studie: Mehr Übernahmen in der Autobranche erwartet

Die Unternehmensberatung Bain erwartet in der Autoindustrie eine neue Welle von Übernahmen und Fusionen. Autobauer und Zulieferer kauften immer mehr Unternehmen aus anderen Branchen, um die Umbrüche zu E-Mobilität, Digitalisierung und autonomem Fahren zu bewältigen. Das Volumen strategischer Übernahmen in der Autobranche habe sich ab 2015 innerhalb von fünf Jahren auf 75 Milliarden Dollar (aktuell 63,1 Mrd Euro) verdoppelt, heißt es in einer am Freitag veröffentlichen Studie der Berater.
| dpa
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Eine Studie von Bain rechnet künftig in der Autoindustrie mit einer neuen Welle von Übernahmen und Fusionen.
Eine Studie von Bain rechnet künftig in der Autoindustrie mit einer neuen Welle von Übernahmen und Fusionen. © Sina Schuldt/dpa/Archivbild
München

"Die Konsolidierung der Automobilindustrie wird zweifelsohne weitergehen", sagte Bain-Branchenexperte Klaus Stricker. Übernahmen und Fusionen würden "zur strategischen Kernkompetenz".

Von 2015 bis 2019 stieg die Zahl der Deals mit mehr als 100 Millionen Dollar Volumen laut Bain um 40 Prozent auf 54. Zugleich wuchs das durchschnittliche Transaktionsvolumen um 50 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Das Corona-Jahr 2020 habe diesen Trend zwar gebremst mit 35 Deals für insgesamt 26 Milliarden Dollar. Aber drei Viertel davon entfielen auf Deals, bei denen Käufer ihr Portfolio erweitern, Kompetenzen erwerben oder in neue Geschäftsfelder einsteigen. Der Rest zielte auf Größen- und Kostenvorteile.

"Die 2020er-Jahre werden für die Automobilindustrie ganz im Zeichen der disruptiven Veränderungen stehen", sagte Stricker. "Für Hersteller wie Zulieferer sind Zukäufe eine Möglichkeit, die Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen und Hard- sowie Softwarekompetenzen zügig zu erweitern." In der Computer- und Elektronikindustrie habe es seit 2015 sechsmal so viele Übernahmen und Fusionen gegeben wie in der Autobranche, und ihre Geschäftsmodelle glichen sich an.

Für kapitalkräftige Unternehmen bieten sich laut Bain jetzt gute Chancen: "Krisenzeiten dämpfen in der Regel die Erwartungen von Verkäufern. Zudem ist vielerorts die Kapitaldecke angespannt."

© dpa-infocom, dpa:210409-99-138290/2

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