Bahn will bayerisch-thüringische Bahnstrecken reaktivieren

20 stillgelegte Strecken will die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren reaktivieren - darunter auch die Werrabahn und Höllentalbahn, die Oberfranken und Thüringen verbinden.
| dpa
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Kerstin Schreyer (CSU), Verkehrsministerin von Bayern.
Kerstin Schreyer (CSU), Verkehrsministerin von Bayern. © Matthias Balk/dpa/Archivbild
Lichtenfels/Naila

Man erachte es prinzipiell als sinnvoll, die beiden Strecken wieder für den Nahverkehr zu nutzen, hieß es am Mittwoch von Seiten der DB. Eine Machbarkeitsstudie und eine Nutzen-Kosten-Untersuchung stehe aber noch aus. Außerdem auf der Liste der Bahn: der Münchner Güternordring.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) sagte: "Wir stehen der Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber." Entscheidend sei aber, dass die Reaktivierung ökonomisch und ökologisch sinnvoll und vor Ort gewollt sei. "Wenn die Deutsche Bahn diese beiden Strecken reaktivieren will, muss sie selbst die Grundlagen dafür nachweisen und die Reaktivierung auch aus eigenen Mitteln bezahlen", sagte sie.

Dirk Flege, der Geschäftsführer des Eisenbahn-Lobbyvereins Allianz pro Schiene, lobte die Entscheidung als "sehr notwendige, sinnvolle und überfällige Reaktivierungsmaßnahme". Bei der Höllentalbahn könne man die wenigen fehlenden Kilometer mit relativ geringem Aufwand reaktivieren. Profitieren würde hier demnach vor allem der Güterverkehr - der wiederum die Straßen entlasten würde.

Beim Personenverkehr werde auf Basis früherer Studien und Prognosen keine ausreichende Nachfrage gesehen, die Nahverkehrszüge "auf diesen eventuell wiederhergestellten Strecken" rechtfertigen würden, hieß es aus dem Verkehrsministerium.

Der verkehrspolitische Sprecher der bayerischen Grünen im Landtag, Markus Büchler, begrüßte die Pläne, forderte aber noch weitere Reaktivierungen. Zum Beispiel Fuchstalbahn, Ilztalbahn und Mainschleifenbahn müssten reaktiviert werden.

© dpa-infocom, dpa:210622-99-100397/2

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