Babyleiche im Müll: Anklage gegen Mutter wegen Totschlags

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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Bayreuth/Heinersreuth (dpa/lby) - Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die junge Mutter erhoben, die im Juli im oberfränkischen Heinersreuth ihr neugeborenes Baby getötet haben soll. Ihr werde Totschlag vorgeworfen, teilte das Landgericht Bayreuth am Donnerstag mit.

Die damals 19-Jährige soll in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli im Badezimmer ihrer Wohnung in dem Ort im Landkreis Bayreuth eine lebensfähige Tochter zur Welt gebracht haben. Nach Durchtrennung der Nabelschnur soll sie das Baby in eine Plastikverpackung eingewickelt und in einen grauen Müllsack gelegt haben. Dort starb das Kind kurze Zeit später. Die Leiche soll die Frau noch in der Nacht in der Mülltonne vor dem Anwesen entsorgt haben. Eine Frau fand den Leichnam, die Mutter wurde kurz darauf festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Anklage war laut der Mitteilung vom Donnerstag bereits am 11. November erhoben worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Bayreuth muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Termine sind noch nicht anberaumt.

© dpa-infocom, dpa:211209-99-321501/2

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